Der Untergang der Dynastien

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Der Erste Weltkrieg läutet den Untergang europäischer Herrscherhäuser ein: Die Habsburger, Hohenzollern und Romanows verlieren ihre Krone, aber auch das Osmanische Reich geht unter.

Zar Nikolaus II. schreibt: „Von der Bahn griff der Streik in die Fabriken und Werkstätten und dann sogar auf die Einrichtungen der Stadtverwaltung über und schließlich auf das Eisenbahndepartement des Ministeriums selbst. Welche Schmach.“ Es ist das Jahr 1905. Wie ein Riss in einer Eislandschaft verbreiten sich die Unruhen im riesigen Russland, während der Zar entsetzt diesen Brief an seine Mutter verfasst. Neun Jahre sind seit seiner Krönung vergangen, und nur halbherzig gibt er den Rufen nach und lässt ein Parlament (Duma) errichten, das kurze Zeit später grandios scheitern wird. Sergei Juljewitsch Witte, Politiker, Unternehmer und Architekt der ersten Duma, muss mitten in den politischen Wirren zurücktreten. Er resümiert: „Ganz Russland ist ein einziges riesiges Irrenhaus.“

Nikolaus II. wird der letzte Zar sein. Das Reich der Romanows wird mit Ende des Ersten Weltkrieges untergehen, wie auch die Dynastien der Habsburger, Hohenzollern und auch der Osmanen. Nikolaus ist ein glückloser Herrscher, ein wankelmütiger Mann, politisch überfordert, reformresistent. Als bei seiner Krönung (1896) Bier und Essen ausgeschenkt wird, finden sich eine halbe Million Menschen ein, von denen Hunderte nach einem Panikausbruch zu Tode zertrampelt werden. Am selben Abend wird der Zar eine Balleinladung der französischen Botschaft annehmen, diese Geste werden ihm viele nicht verzeihen.

Der verlorene Krieg gegen Japan (1904/05) wird den Riss zwischen Zar und Volk ver-tiefen. Als im Jahr 1905 in St. Petersburg 200.000 Menschen dem Zaren eine Petition übergeben wollen, schießen Soldaten in die friedliche Menge. Nicht zuletzt dieser „Blutige Sonntag“ wird revolutionäre Umtriebe heraufbeschwören. Viele Revolutionäre werden getötet oder verhaftet, zwei von ihnen werden die Gefangenschaft überleben: Wladimir Iljitsch Uljanow und Lew Dawidowitsch Bronstein, besser bekannt als Lenin und Trotzki, beide finanziert und gesteuert von amerikanischen Großinvestoren – in den Händen des Ersteren wird die Zukunft des Landes liegen.

Noch bevor die Oktoberrevolution 1917 losdonnert, dankt der Zar zugunsten seines Bruders Michail ab. Auch er wird später ermordet werden, wie Nikolaus und seine Familie. Der Zar ist mit Alix von Hessen-Darmstadt verheiratet, eine Liebesheirat, sie haben vier Töchter und den kränkelnden Sohn Alexei. Die Familie wird nach der Ab-dankung Nikolaus‘ unter Hausarrest gestellt, ehe sie nach Sibirien verbannt und später nach Jekaterinburg verlegt wird.

Es ist Juli 1918, als Jakow Michailowitsch Jurowski, führender Bolschewik der Ural-Region, notiert, dass ein Telegramm angekommen sei, „beinhaltend die Anordnung, die Romanows zu liquidieren“. Gegen zwei Uhr früh wird die Familie aufgeweckt und in den Keller des Ipatjew-Hauses, wo sie gefangen gehalten werden, geführt. Dort stirbt die Familie im Kugelhagel, später werden die Leichen in ein Waldstück gebracht, verbrannt und vergraben.

Vermeintliche Überlebende

Es hält sich die Legende, dass eine Zarentochter den Mord überlebt habe. Tatsächlich fehlen bei der Exhumierung der Knochen in den 1990er-Jahren zwei Leichen, von Alexei und seiner Schwester Maria. Erst nach mehreren Jahren werden auch ihre Knochen entdeckt.

Mit seinem Cousin Wilhelm II., der in Berlin auf dem Thron sitzt, hat der Zar eine merkwürdige Beziehung. In ihren Briefen nennen sie einander Willy und Nicky, aber zwischen den Zeilen spricht auch Missgunst: Wilhelm animiert Nikolaus zu der verheerenden kriegerischen Auseinandersetzung mit Japan (nicht zuletzt, um ihn von Europa abzulenken).

Letztlich war die russische Revolution, die ein Racheakt der Rothschilds gegen die Romanows war, entsprungen durch die Vertreibung der Khasaren zuerst aus Russland und später auch aus Polen.

Wilhelm II. ist seit 1888 Herrscher der Hohenzollern. Er ist selbstbewusst, bisweilen egozentrisch und größenwahnsinnig. Zu Ende des 19. Jahrhunderts umfasst der Berliner Hof 3500 Personen und frisst 20 Prozent des Haushaltes. Nicht nur deswegen leidet das Image des Hauses: Die Presse weidet genüsslich Informationen über Sexorgien und Exzesse in adeligen Kreisen aus, die durch intime Briefe an die Öffentlichkeit gelangen.

Mit der Herrschaft Wilhelms endet auch die Ära Otto von Bismarcks, der eisern die Geschicke Preußens geleitet hat. Wie Nietzsche einmal überzeugend bemerkte, daß Reife darin besteht, die Ernsthaftigkeit eines Kindes beim Spiel zurückzugewinnen, so hatte Bismarck den kindlichen und naiven Glauben, der ihn befähigte, in einer praktischen, obwohl begrenzten Allianz mit dem großen jüdischen Bankhaus der Rothschilds in Frankfurt am Main die traditionelle Einheit Deutschlands im Stil Friedrich Barbarossas wiederherzustellen (Link: Bismarcks Traum von Europa).

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Was Bismarck immer zu vermeiden suchte, wird mit Wilhelm Realität: eine französisch-russische Allianz (nach der Gründung der Triple Entente liegt Preußen eingekeilt zwischen Frankreich, Russland und dem Vereinigen Königreich im Norden, das hier die See kontrolliert) sowie Krieg an mehreren Fronten.

Hinzu kommt, dass es auch innerhalb der Arbeiterschaft in Deutschland gärt. Während ein charismatischer August Bebel die Arbeiter sozialdemokratisch organisiert, werben die Spartakisten Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht für eine Räterepublik nach bolschewistischem Vorbild. Als Luxemburg und Liebknecht schreiben: „Wir müssen die Dynastien beseitigen“, tragen sie bereits Eulen nach Athen. Es ist das letzte Kriegsjahr. Als in Kiel ein hoffnungsloser Einsatz gegen England vorbereitet werden soll, meutern wütende Matrosen. Mehrere von ihnen werden verhaftet, bei folgenden Aufständen sterben etliche Demonstranten. Es ist der Auftakt einer Unruhewelle, die auf Arbeiter und Soldaten übergeht.

Wilhelm weilt im belgischen Spa, als ihm General Wilhelm Groener sagt: „Ihre Majestät hat keine Armee mehr.“ Für den Kaiser soll der Aufstand seiner Matrosen beschämender gewesen sein als die Niederlage gegen den Erbfeind Frankreich. Wilhelm beugt sich dem Druck, will zwar als Deutscher Kaiser abdanken, aber Preußens König bleiben – es gelingt ihm nicht.

Er kann mit einer kleinen Gefolgschaft und zwei Autos in das holländische Exil gelangen. Die Weimarer Republik geht vergleichsweise milde mit dem alten Herrschergeschlecht um. Dem Ex-Kaiser wird erlaubt, Waggonladungen voll mit seinen Besitztümern in das holländische Exil zu transportieren. Adelstitel sind von nun an Teil des Namens.

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Monarchie sackt zusammen

Bei der Krönung des ersten Romanow-Zaren 1613 blicken die Habsburger bereits auf eine über 300-jährige Herrschaftsgeschichte zurück. Ihr Weg in den Untergang ist im Ver-gleich zu den anderen Dynastien eher ein In-sich-Zusammensacken des Reichs – mit den Schicksalen der Habsburger als melodramatische Begleitmusik. Auf den psychisch labilen Ferdinand I. (genannt „der Gütige“, oder spöttisch: „Gütinand der Fertige“) folgt im Jahr der bürgerlichen Revolution 1848 der achtzehnjährige Franz Joseph I. Fünf Jahre später wird er ein Attentat des ungarischen Schneiders Janos Libényi überleben, sein Motiv – die Befreiung Ungarns – zeigt bereits, was dem Vielvölkerreich noch bevorstehen wird: nationalstaatliche Bestrebungen.

Franz Josephs Bruder Maximilian nimmt die Krone Mexikos an, wird dort allerdings ermordet. Elisabeth (Sisi), die Frau Franz Josephs, wird in Genf vom Anarchisten Luigi Lucheni ermordet. Kronprinz Rudolf und seine Geliebte Mary Vetsera begehen in Mayerling Selbstmord. Der nächste Thronfolger, Franz Ferdinand, wird in Sarajewo ermordet, der Erste Weltkrieg beginnt.

Als Franz Joseph im Kriegsjahr 1916 stirbt, ist er über sechs Jahrzehnte lang Monarch gewesen. Sein Nachfolger Karl I. wird die Kaiserwürde 100 Wochen lang tragen. Einen Monat vor Karls Thronbesteigung im November 1916 erschießt Friedrich Adler, Sohn Victor Adlers, des Begründers der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei, den Minister-präsidenten Karl Graf Stürgkh. Adler will damit die Reinstallierung des Parlaments erwirken, das Franz Joseph mit Beginn des Krieges aufgelöst hat. Karl bleibt nicht viel übrig. Sitzt nun der Weimarer Republik der Sozialdemokrat Friedrich Ebert vor, wird in Wien der Sozialdemokrat Karl Renner das Ruder übernehmen.

Das Abdankungsdokument für Karl wird vorbereitet, als der christlich-soziale Politiker Ignaz Seipel nicht ohne Wehmut feststellt: „Wir haben gerade tausend Jahre Habsburg zu Grabe getragen.“ Nachdem Wilhelm II. ins Exil geht, steht fest, dass auch Karl nicht weiter Herrscher bleiben kann. Seine Frau Zita versucht noch vergeblich, ihn von der Unterzeichnung der Abdankung abzuhalten (er unterschreibt schließlich mit Bleistift). Die Familie flieht zunächst in ihr Schloss im Marchfeld und geht später ins ausländische Exil. Karl stirbt 1922 auf Madeira. Über 80 Jahre später wird Österreichs letzter Kaiser seliggesprochen.

Der Niedergang des Osmanischen Reiches – Der Staatsbankrott

Seit der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts wurde das Osmanische Reich durch eine sich ver-schärfende Finanzkrise belastet. Sie war im wesentlichen durch die Verschwendung im Sultanlichen Palast begründet. Dazu kamen Auslandsanleihen bei England und Frankreich, für die 80% des Staatshaushalts an Tilgung gezahlt werden mussten. Ein Haushaltsplan existierte nicht.

Verhängnisvoll waren v. a. die so genannten Kapitulationen (Handelsverträge), die den betreffenden Ländern enorme Handelserleichterungen zuungunsten des Osmanischen Reiches zubilligten. Die Kapitulation von 1838 z. B. sicherte England freien Handel zu, dessen Folge eine Überschwemmung des osmanischen Marktes mit britischen Billig-waren war. Das osmanische Handwerk war trotz besserer Qualität nicht konkurrenzfähig. Die Kapitalien wanderten ins Ausland ab.

Das Osmanische Reich sank auf einen halbkolonialen Status herab und wurde zunehmend wirtschaftliche und politisch von Europa abhängig. Im Jahre 1875 musste es den Staats-bankrott anmelden. Erst 1881 konnte durch Umschuldung und internationale Schulden-verwaltung eine befriedigende Lösung des Finanzproblems gefunden werden. Der Preis dafür war ein noch massiveres Eindringen europäischen Kapitals und die Abhängigkeit von europäischen, besonders britischen und französischen Finanzmitteln. Besonders die arabischen Teile des Osmanischen Reiches waren von britischem und französischem Kapital durchdrungen.

Dennoch kam es zu einer Modernisierung des Wirtschaftslebens durch Erschließung von Bodenschätzen, Entwicklung der Landwirtschaft, der Infrastruktur (v. a. Bahnbau) und damit zur wirtschaftlichen Erschließung der anatolischen und arabischen Teile des Reiches. Auch strategische Gesichtspunkte spielten eine Rolle. Durch den sich ver-stärkenden Gegensatz zwischen dem Deutschen Reich und der Entente kam es zu einer Intensivierung der deutsch-türkischen Beziehungen. Die Firma Krupp rüstete das osmanische Heer neu aus, und es gab deutsche Militärberater bei der osmanischen Armee.

Die Verfassung von 1876

Immer wieder kam es zu separatistischen Tendenzen der christlichen Völker. Von ent-scheidender Bedeutung war jedoch die Balkan-Krise des Jahres 1876. Griechenland, Serbien, Rumänien, Montenegro und ein bulgarisches Revolutionskomitee schlossen sich sowohl gegen das Osmanische Reich als auch gegen die europäischen Großmächte zu-sammen. Nach einem Aufstand in Bulgarien und der Kriegserklärung Serbiens kam es zu einer internationalen Konferenz in Konstantinopel. Um die internationalen Mächte auf seine Seite zu ziehen, distanzierte sich Sultan Abdülhamid II. (1876 – 1909) von dem bis dahin bestehenden absolutistischen System, hoffend, dass er die gerade verabschiedete Verfassung so schnell wie möglich zurückziehen und zum absolutistischen System zurückkehren konnte.

Prinzipien dieser Verfassung waren u. a. die Unteilbarkeit des Reiches, Islam als Staatsreligion bei gleichzeitiger Religionsfreiheit, Beteiligung sämtlicher Religions-gemeinschaften am Parlament und ein Zwei-Kammern-System. Allerdings durfte nur der Sultan Gesetzesinitiativen einbringen und konnte das Parlament jederzeit auflösen.

Im Frühjahr 1877 formulierten die europäischen Mächte im Londoner Protokoll Grund-sätze zur Lösung der Balkankrise. Wegen der unverhüllten Einmischungsversuche ver-weigerte das Osmanische Reich aber die Annahme. Daraufhin reagierte Russland im April 1877 mit Krieg. Das Osmanische Reich erlitt eine schwere Niederlage und musste im Friedensvertrag von San Stefano (März 1878) fast alle europäischen Besitzungen ab-treten. Nachdem die anderen europäischen Mächte an diesem Vorgehen Russlands Miss-fallen gefunden hatten, kam es zur Einberufung der Berliner Konferenz, die die Lage klären sollte. Bismarck trat dabei in der Rolle des „ehrlichen Maklers“ auf. Er wollte die Erhaltung des Besitzstandes, keine Expansion. D

er Berliner Friede vom 13.07.1878 war schließlich ein Kompromiss. Rumänien, Serbien und Montenegro schieden aus dem Osmanischen Reich aus. Das Fürstentum Bulgarien blieb tributpflichtig. Bosnien, Herzegowina und der Sandschak Novipazar wurden von Österreich-Ungarn okkupiert. Auch Russland und Griechenland bekamen Gebiete zuge-sprochen. Zypern ging bereits einen Monat vorher an Großbritannien.

Bereits im Februar 1878 löste Abdülhamid II. nach dem Verlust von Edirne das Parlament auf unbestimmte Zeit auf und herrschte für die nächsten 30 Jahre alleine. Er galt als Despot, der nicht vor harten Terrormaßnahmen, Bespitzelung und Zensur zurückschreckte.

Die Jungtürken

Im Juni 1897 gaben liberale Emigranten in Paris die Zeitung „La Jeune Turquie“ heraus, deren Name später auf die Reformbewegung der „Jungtürken“ übertragen wurde. Die gemeinsame Basis der Oppositionellen ist der Wunsch, die Verfassung von 1876 wieder in Kraft zu setzen. Unter ihnen gibt es zwei Strömungen, die Liberalen, die sich für die Wiedereinführung der konstitutionellen Monarchie einsetzen und auch bereit sind, ausländische Hilfe in Anspruch zu nehmen, und die Nationalisten unter Ahmed Reza, die jede Einmischung des Auslands ablehnen. Letztere fanden in ihrer Heimat das meiste Gehör. Auch in wichtigen osmanischen Städten bilden sich oppositionelle Gruppen.

Durch die Niederlage Russlands gegen Japan (1905) und der ersten russischen Revolution im selben Jahr verlieren die europäischen Mächte insgesamt in den Augen der Jung-türken und andere den Mythos der Unschlagbarkeit. Dadurch gestärkt beschlossen die Oppositionellen 1907 ein minimales Aktionsprogramm in Paris, das im wesentlichen die Wiederherstellung der konstitutionellen Monarchie zum Inhalt hatte. Ab 1908 begannen die Jungtürken, ihr politisches Programm in der Heimat offen zu vertreten. Der Sultan antwortete mit harten Gegenmaßnahmen, Hinrichtungen und Entlassungen. Jedoch ist die oppositionelle Bewegung letztlich nicht mehr aufzuhalten. Abdülhamid II. musste am 24.07.1908 die Verfassung wieder in Kraft setzen. Nachdem er erneut versucht hatte, die Macht an sich zu reißen, stürzt er 1909.

Der neue Sultan Mehmet V. (1909 – 1918) musste den Jungtürken nationalistischer Prägung die Macht überlassen. Diese wollten die osmanische Wirtschaft von aus-ländischem Kapital befreien und betrieben folglich eine forcierte Türkisierung. Dazu kam eine laizistische Haltung gegenüber dem von Abdülhamid II. propagierten Panislamismus.

Nach großen Gebietsverlusten durch den Tripoliskrieg (1911, Friede von Ouchy, Okt. 1912) gerieten die Jungtürken in die Kritik. Als Gegenpol bildete sich die liberale „Freiheits- und Einheitspartei“, deren „Befreiungsoffiziere“ die Jungtürken im Juli 1912 zum Rücktritt zwangen. Im Frühjahr 1912 bilden die Balkanstaaten Serbien, Bulgarien, Griechenland und Montenegro bereits den „Balkan-Bund“, der von Russland unterstützt wird. Gemeinsam greifen sie im Oktober 1912 das osmanische Heer an. In diesem 1. Balkankrieg erleidet das Osmanische Reich empfindliche Niederlagen.

Antidemokratische, autoritäre Jungtürken nutzen diese Situation zum Staatsstreich. Sie setzen unter ihren Anführern Enver, Talat und später auch Cemal Bey die Verfassung außer Kraft und dulden keinerlei Opposition. Unter ihrer Herrschaft kommt es zu umfangreichen Reformen nach europäischem Vorbild. Zivilrecht gilt fortan vor Religions-recht, es werden Schulen europäischer Prägung eingeführt, darunter auch Mädchen-schulen. Die Lage der Frauen wird verbessert, die Polygamie abgeschafft. Ferner betrieben sie eine zeitgemäße Haushaltspolitik.

Dennoch ist der osmanische Staat finanziell durch die Balkankriege stark belastet. Germanophile suchen daraufhin Hilfe in Berlin. Die Militärmission unter Otto Liman beschwor allerdings den Argwohn Russlands und auch der anderen Ententemächte herauf. Wegen der akuten Kriegsgefahr mussten sie aber ebenso wie das Deutsche Reich ihre Aktivitäten wieder einstellen.

Der 1. Weltkrieg

Die Absicht, sich von der als erdrückend empfundenen französischen und britischen Vorherrschaft zu befreien schließt das Osmanische Reich am 2. August 1914 ein Geheim-bündnis mit Deutschland. Deutschland versprach im Falle eines Angriffs Schutz, als Gegenleistung erhielt es einen entscheidenden Einfluss auf die osmanische Armee. Ein Krieg war in der Bevölkerung durchaus erwünscht, um die verlorenen Gebietsanteile zurückzugewinnen. Als Deutschland Bündnispartner im beginnenden 1. Weltkrieg suchte, drängte es die Jungtürken zu einem Kriegseintritt, obwohl sich der Aufbau der Streit-kräfte noch in den Anfängen befand. Die Jungtürken waren sich durchaus bewusst, dass das Osmanische Reich bei einer Niederlage aufgelöst werden würde.

Der Ernstfall stellte sich bereits am 10.08.1914 ein, als zwei deutsche Kriegsschiffe in osmanischen Gewässern Zuflucht suchten und schließlich osmanisch-deutsche Angriffe auf russische Schwarzmeerhäfen durchgeführt wurden. Es entstand ein Mehrfrontenkrieg, der trotz vorübergehender Erfolge für das Osmanische Reich in einem Fiasko endete. Selbst die Ausrufung des Dschihad („Heiliger Krieg“) blieb ohne Echo, da die Araber den Jungtürken die Unterstützung versagten.

Im Juni 1916 zettelte der Scherif von Mekka, Hussain, einen Aufstand gegen die Osmanen an und erklärte sich im Oktober 1916 zum„König von Arabien“. Die Briten sicherten ihm daraufhin alle arabischen Gebiete südlich des 37. Breitengrades zu. Zudem unterhöhlt der britische Geheimagent Lawrence mit Hilfe der Araber zunehmend die osmanische Herrschaft in Arabien.

Das Sykes-Picot-Geheimabkommen zwischen England und Frankreich vom Mai 1916 sah Hussain jedoch nur als „König des Hedschas“ vor, regelte ansonsten die Aufteilung der übrigen arabischen Besitzungen wie folgt: Irak („Mesopotamien“), Transjordanien und Nordpalästina sind britisches Interessengebiet, Syrien, Libanon, ein Teil Kurdistans fallen in den französischen Interessenbereich. Der südwestliche Teil Palästinas soll neutralisiert und eine Heimstätte für jüdische Einwanderer werden (Balfour-Deklaration). Italien erhält Süd- und Südwestanatolien, Russland Ostanatolien als Mandat. Dem Osmanischen Reich sollte nur noch Mittelanatolien bleiben.

Das jungtürkische Triumvirat wurde aufgrund der Niederlage entlassen und zusammen mit anderen führenden Jungtürken in Abwesenheit zum Tode verurteilt. Die Liberalen übernahmen die Regierungsverantwortung, waren im Prinzip aber nur Konkursverwalter. Am 30.10.1918 kam es zum Waffenstillstand von Mudros. Die osmanische Armee musste sich bedingungslos ergeben und wurde anschließend demobilisiert. In den Bosporus zog ein alliiertes Flottengeschwader ein. Der letzte Sultan, Mehmet VI. (1918 – 1922) war nur noch Befehlsübermittler der Siegermächte.

Schlussendlich hat die Elite bekommen was sie wollte, die alten Mächte wurden zerstört und neue betraten die Szenerie, heute sind es die USA (militärisches Zentrum), die City of London (finanzielles Zentrum), der Vatikan (spirituelles Zentrum), die EU, die Nato, die Vereinten Nationen, die die Menschheit lenken.

Quellen: PRAVDA TV/Wikipedia/diepresse.com vom 08.01.2014

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